Unsere Konzeption





Spring doch mal über Deinen Schatten!
Sie wusste es ging nicht .
Aber dass eine sie so anlachte,
gab ihr den erlösenden Mut
kleine Schritte mit Schatten zu machen. Detlev Block

Unsere
katholische Kindertagesstätte St. Jakobus Sögel
stellt sich vor:
Unser Träger
ist die katholische Kirchengemeinde St. Jakobus Sögel
Wir sind seit dem 01.06.2006
Familienzentrum
des Landkreises Emsland
und seit dem 21. Januar 2009
Haus für Kinder und Familien
des Bistums Osnabrück



An der Konzeption haben mitgewirkt:
Tanja Maue, Karina Jansen, Marina Holterhaus, Julia Richter, Teresa Hackmann, Marion Graf, Annemarie Husmann, Maria Wobben, Agnes Jansen, Waltraud Meyer, Monika Brüning, Birgit Schröer, Claudia Grote und Irmgard Welling.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort: Zur Geschichte unseres Hauses 4
1. Betreuungsangebot 5
1.1. Unsere Gruppen 5
1.2. Unsere Öffnungszeiten 5
2. Räumliche Ausstattung 6
3. Organisationsstruktur 7
3.1. Eingewöhnung 7
3.2. Tagesablauf und Partnergruppen 8
3.3. Aufnahme – und Vertragsgestaltung 8
4. Pädagogische Grundhaltung 9
4.1. Unser Bild vom Kind 9
4.2. Implementierung von Kinderrechten 9
5. Pädagogische Förderung und Bildung 11
5.1. Bildung- und Erziehungsarbeit- Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder 11
5.2. Pädagogisches Angebot 15
5.3. Integration/Inklusion in unserer Einrichtung 16
6. Im Dialog mit Eltern 17
7. Qualitätssicherung 20
7.1. Beobachtung und Dokumentation 20
7.2. Evaluation/ Qualitätssicherung 20
8. Unsere besonderen Merkmale 21
8.1. Familienzentrum 21
8.2. Haus für Kinder und Familie 22
9. Vorschularbeit 23
9.1. Das letzte Jahr vor der Einschulung 23
9.2. Das letzte Kindertagesstättenjahr als Brückenjahr zur Grundschule 23
9.3. Der Abschied aus unserer Kindertagesstätte 24
10. Unsere Kooperationspartner /Alternative Lern- und Erfahrungsorte 24
11. Feste und Feiern 25
12. Allgemeine Informationen zum Krippenkonzept 26
12.1. Lage der Kinderkrippe 26
12.2. Gesetzliche Grundlagen 26
12.3. Aufnahmekriterien und Öffnungszeiten 27
12.4. Verpflegung 27
13. Pädagogisches Krippenkonzept 27
13.1. Unser Bild vom Kind 27
13.2. Von der Familie zum Kind – Das Eingewöhnungskonzept 28
13.3. Im Dialog mit Eltern 30
13.4. Beobachten und Dokumentieren 31
13.5. Bildung- und Erziehungsarbeit- Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder 32
13.6. Gestaltung des Tagesablaufs 39
13.7. Das Freispiel 40
14 . Unsere Räumlichkeiten 40
14.1. Der Gruppenraum 40
14.2. Ruhen-Schlafen-Entspannen 41
14.3. Das Bad 41
14.4. Der Intensivraum 41
15. Übergang vom Krippenkind zum Kindergartenkind 41



























Vorwort: Zur Geschichte unseres Hauses
Die katholische Kirchengemeinde St. Jakobus, als Träger, eröffnete 1929 in der Hedwigschule in Sögel (heute Schule am Schloss) ihren ersten Kindergarten. Danach gab es einen „Barackenbau“ neben der Schule.

Der 3. Standort eines Kindergartens wurde 1958 im Ortskern von Sögel erbaut. Aufgrund der zunehmenden Kinderzahl wurde 1978 dieser Kindergarten durch einen Anbau erweitert.
Die Gemeinde Sögel hat einen neuen großzügigen Kindergarten in einem Parkgelände im Prinzenkamp erbaut. Die jetzige Kindertagesstätte wird von 140 Kindern aus der Gemeinde Sögel, dem Ortsteil Eisten und Gut Sprakel besucht, die in vier Gruppen und zwei Krippengruppen betreut werden.
Unsere Kindertagesstätte wird von vielen Kindern aus verschiedenen Nationen besucht. Das birgt besondere Herausforderungen und gestaltet das Miteinander lebendig und vielseitig.
Sögel ist kulturell mit Schloß und Emslandmuseum, Kulturkreis, Forum und Ausstellungen im Rathaus sowie im musikalischen Bereich sehr gut aufgestellt.
Unsere Kindertagesstätte nutzt diese vielen Angebote der Gemeinde Sögel



















1. Betreuungsangebot
1.1. Unsere Gruppen



1.2. Unsere Öffnungszeiten



Unsere katholische Kindertagesstätte hat

von 7.00 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet.







2. Räumliche Ausstattung

Eingangsbereich: Sehr großzügiger Eingangsbereich mit Elterncafe, Gebetsplatz und Informationstafel
Cafeteria mit Küche: Gleich im Eingangsbereich finden Sie unsere Cafeteria. Hier frühstücken unsere 3-6 jährige Kinder in der Zeit von 9.00 Uhr – 11.00 Uhr. Das Mittagessen wird ebenfalls hier für die Kinder serviert.
Gruppenräume: Die vier Gruppenräume für die 3-6 Jährigen haben eine sehr großzügige 2.Ebene und eine Küche. Die 2. Ebene ermöglicht den Kindern neben einem intensiven Spiel, durch die Anbringung von Fenstern, weit das Umfeld des Kindergartens zu beobachten. Die Krippengruppen sind im rechten Flügel des Gebäudes untergebraucht mit je einen Ruheraum, einen gemeinsamen Intensivraum und einen Raum für das Abstellen von Kinderwagen. Im Eingangsbereich beider Krippengruppen befindet sich ein halbrundes Podest zur Anziehhilfe von Kleinkindern. Alle Gruppenräume haben einen direkten Zugang nach draußen und sind aufgrund der Fensterfronten hell und freundlich und die Kinder können jederzeit in den Park schauen.
Turnraum: Im Eingangsbereich befindet sich unser großer Turnraum mit angrenzendem Materialraum.
5 Intensivräume: Für Musik, Anschauungen, Experimente und kreativen Tun, davon ein Ruheraum. Hier finden Angebote der heilpädagogischen Fachkraft sowie Angebote der Sprachförderung statt.
Mitarbeiterzimmer: Für die Mitarbeiter steht ein großzügiger Raum zur Verfügung.
Neben dem Büro der Leitung und dem des Familienzentrums gibt es einen eigenen Besprechungsraum für Elternberatung etc.
Sanitärräume: Großzügige Sanitärräume mit Wickeltischen
Außengelände: Unsere Kindertagesstätte verfügt über ein großzügig angelegtes Gelände mit Klettertürmen, Schaukeln, Rutsche, Sitzecke, Tunnel, Wassermatschplatz, Fahrzeugparcours, Fußballplatz und einer großzügigen Baustelle. Im eigenen Außengelände des Krippenbereiches gibt es eine Vogelnestschaukel, ein Spielgerät mit Rutsche und Treppe und einen Sandkasten. Beschattet wird der gesamte Bereich durch viele Bäume.



3. Organisationsstruktur
3.1. Eingewöhnung

Eingewöhnung der 3-6 Jährigen

Eingewöhnung bedeutet, sich auf eine neue Situation, eine neue Umgebung sowie neue Menschen einzustellen. In dieser Phase lernen die „neuen“ Kinder, die nicht vorher in der Krippe betreut wurden, die Umgebung, die anderen Kinder der Gruppe und natürlich die Gruppenerzieherinnen als Bezugsperson in der Kindertagesstätte kennen. Dabei lösen sie sich für die Betreuungszeit von ihren bisherigen Bezugspersonen, von Ihnen als Eltern, ab.
Doch das kann nicht von heute auf morgen passieren. Jedes Kind ist einmalig und somit braucht jedes Kind eine unterschiedliche und individuelle Eingewöhnungszeit.
Sie als Eltern bestimmen selbst, wie die Eingewöhnung Ihres Kindes gestaltet werden soll.
Uns, als Erzieherinnen, so wie Ihnen als Eltern ist es dabei sehr wichtig, dass es Ihrem Kind bei uns gut geht und dass es sich wohl fühlt.
Da Sie, als Eltern, Ihr Kind am besten kennen, möchten wir gerne in der Eingewöhnungsphase besonders eng mit Ihnen zusammenarbeiten.
Denn in dieser Zeit ist eine Vertrauensperson und Verlässlichkeit besonders wichtig für Ihr Kind.
Damit wir Erzieherinnen uns auf die Bedürfnisse und Vorlieben Ihres Kindes einstellen können, benötigen wir ein Elterninterview (wird Ihnen am 1. Elternabend ausgehändigt) vor Beginn des Kindergartenjahres.
Gerne können Sie dieses auch bereits am „Schnuppernachmittag“ Ihres Kindes wieder mitbringen. Dieser findet nach dem ersten Elternabend im Juni statt. An diesem Tag darf Ihr Kind für zwei Stunden in die zukünftige Gruppe gehen und sich dort schon einmal umschauen. Es hat die Möglichkeit erste Bekanntschaften mit den anderen „neuen“ Kindern und den Erzieherinnen der Gruppe zu schließen. Wenn Sie Ihrem Kind dabei zutrauen, schon einige Zeit alleine bei uns zu bleiben, dürfen Sie Ihr Kind natürlich auch schon alleine bei uns lassen. Sie dürfen natürlich auch bei Ihrem Kind bleiben und die Gruppe mit Ihm zusammen erkunden.
Am „Schnuppernachmittag“ bekommen Sie dann auch den Termin für den ersten Kindergartentag Ihres Kindes und einen Informationszettel mit den Dingen, die Ihr Kind am ersten Tag mitbringen darf. Wir bitten Sie herzlich das komplette Eigentum Ihres Kindes zu kennzeichnen.









3.2. Tagesablauf und Partnergruppen

Um jedem Kind zu zeigen, dass es willkommen und ein wichtiges Mitglied seiner Gruppe ist, ist uns die persönliche Begrüßung am Morgen sehr wichtig.
Wenn alle Kinder eingetroffen sind, versammelt sich die Gruppe gegen 8.30 Uhr zum Morgenkreis. Die Kinder erfahren Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit in der Gruppe. Wir begrüßen uns mit einem Lied und besprechen den Tag und stellen die Angebote des Tages vor. Zum Schluss des Morgenkreises wird gebetet und ab dann dürfen die Kinder bis 11.00 Uhr in unserer Cafeteria frühstücken. Die Kinder entscheiden selbst wann und mit wem sie frühstücken möchten.
Während des Vormittages findet eine Freispielzeit und eine Angebotszeit bei uns im Kindergarten statt.
Das Freispiel bietet unseren Kindern die Möglichkeit, sich nach ihren momentanen, individuellen Bedürfnissen zu beschäftigen. Spielpartner und Spielmaterial werden selbst von dem Kind ausgewählt. Unsere Angebote in der Freispielzeit setzen hier an.
Die pädagogischen Angebote finden meistens in Kleingruppen und in den Intensivräumen statt. Die Angebote richten sich nach dem jeweiligen Projekt, welches in der Kinderkonferenz besprochen wurde.
Jede Gruppe der 3-6 Jährigen hat eine Partnergruppe. Die Räumlichkeiten und Spielangebote werden gemeinschaftlich genutzt.

3.3. Aufnahme – und Vertragsgestaltung

Die Anmeldetage unserer Einrichtung finden in der ersten Dezemberwoche eines jeden Jahres statt und werden rechtzeitig in der Presse bekannt gegeben. Außerhalb der Anmeldtage bekommen Sie einen Termin für das Aufnahmegespräch.

An den Anmeldetagen findet ein Aufnahmegespräch zwischen der Leitung der Kindertagesstätte und Ihnen als Eltern sowie Ihrem Kind, bei uns im Familienzentrum statt.
Im Aufnahmegespräch werden die individuellen Erwartungen, Wünsche und Bedürfnisse der Eltern und Kinder und die Angebotsmöglichkeiten unserer Einrichtung besprochen.
So wird schon beim ersten Kontakt der zukünftigen Kinder und Eltern mit unserer Einrichtung die Grundlage für eine langjährige, vertrauensvolle, sichere, qualifizierte und verlässliche Erziehungspartnerschaft gelegt.
Am Ende des Aufnahmegesprächs werden Sie über die Vertragsunterlagen informiert bzw. sie werden Ihnen ausgehändigt. Mit der Post bekommen Sie eine Aufnahmezusage, eine Einladung zum Elternabend und eine Einladung für Ihr Kind zum Schnuppernachmittag. An diesem Elternabend wird Ihnen das pädagogische Konzept und die Besonderheiten unserer Einrichtung vorgestellt. Ausgeteilt werden Ihnen das Elterninterview, das individuelle Eingewöhnungskonzept unserer Einrichtung, die Frühstückskarte Ihres Kindes sowie den Antrag für den Büchereiausweis.
An diesem Abend erfahren Sie den Gruppennamen Ihres Kindes, lernen das Team kennen. Außerdem laden wir Sie herzlich zu einer Exkursion durch unsere Kindertagesstätte ein.

4. Pädagogische Grundhaltung
4.1. Unser Bild vom Kind

Jedes Kind ist ein Geschenk Gottes und somit einmalig. Es ist uns wichtig diese Einmaligkeit zu sehen und anzuerkennen.
Wir erleben uns als eine Gemeinschaft von sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten und lernen voneinander. Wir betrachten es als unsere Aufgabe, die Entwicklung des Kindes zu sehen. Jedes Kind hat eine eigene Lebensgeschichte und einzigartige Fähigkeiten. Wir achten, schätzen und fördern sie. (Auszug aus unserem Leitbild)
Wir Erzieher sehen uns dabei als Moderatoren und Wegbegleiter des Kindes, gleichzeitig als selbst lebenslang Lernende. (Der hl. Ignatius sagte: „Man erzieht durch das, was man sagt, mehr noch durch das, was man tut und am meisten durch das, was man ist.“)
Wir nehmen die Kinder so an, wie sie sind, und holen sie dort ab, wo sie stehen. Um dies bestmöglich zu erreichen, basieren unsere Angebote auf Beobachtungen der einzelnen Kinder, auf deren Wünsche und Bedürfnisse, sowie dem Leitbild und der Konzeption unserer Kindertagesstätte. Eine gezielte, schriftliche Beobachtungsdokumentation nach der Leuvener Engagiertheitsskala bildet die Grundlage. Wir haben uns für dieses Beobachtungsinstrument entschieden, weil wir der Überzeugung sind, dass das Kind nur lernen kann, wenn es sich wohlfühlt.

4.2. Implementierung von Kinderrechten

Unter Partizipation verstehen wir, dass unsere Kinder mitentscheiden und mitwirken können und das Recht auf Selbstständigkeit und Individualität haben.
Wir achten und schätzen die Meinungen und den Willen unserer Kinder sehr. Partizipation ist der Schlüssel zur Bildung und Demokratie. Alle Kinder haben das Recht informiert zu werden und ihre Meinung zu äußern.
Umsetzung in unserer Kindertagesstätte: Durch Kinderkonferenzen in den einzelnen Gruppen bringen sich unsere Kinder durch Meinungsfindungen, Wunschäußerungen, Ideeneingaben, Diskussionsrunden und Abstimmungen in die pädagogische Arbeit unserer Einrichtung mit ein.
Die Ergebnisse finden wir in der Projektarbeit, im Spielmaterial, in Regeln der Gruppe und in der Raumgestaltung wieder. Im zusätzlichen Kinderparlament befinden sich die Vorschulkinder. Sie sind gleichzeitig Sprecher ihrer Gruppe und bringen die Ideen der Kinder bei gruppenübergreifenden Elementen wie Wortgottesdienstfeiern, Krippenfeiern, Schultütenwahl, Spielplatzgestaltung, Festen etc. mit ein.
Was bewirkt das Ganze?
• Kinder brauchen Meinungen anderer, sie stellen Fragen, sie sind auf der Suche, stellen Hypothesen auf, verwerfen sie wieder, sie kommen zu neuen Erkenntnissen.

• In den oben genannten Elementen können Kinder ihre Sprache finden, sie erleben den Dialog zwischen Kindern und Erwachsenen als ihr Forum. Ihre Äußerungen werden nicht bewertet sondern gemeinsam mit den Ergebnissen dokumentiert.

• Durch die Dokumentationen erleben die Kinder hohe Wertschätzung. Sie können die Erzieherin auffordern das Geschriebene zu wiederholen und sich zu vergewissern.
Sie sind in der Lage, ihre Bedürfnisse, Anliegen und Fragen angemessen vorzubringen. Ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt, sie erleben sich als wichtig, aktiv und an allem Geschehen in der Kindertagesstätte beteiligt.

• Es wird Raum gegeben für die Fragen und Themen der Kinder, Ihre Phantasien über die Welt und ihren Alltag.

• Kommunikation ist dann bereichernd und fördert die Entwicklung der Kinder, wenn sie von Wertschätzung getragen ist. In Worten und Sätzen erziehen wir Kinder. Positive Wörter, Geesten und Mimik ermutigen Kinder.

• Die Erzieherin hört aktiv zu und geht auf die Meinungen der Kinder ein. Sie regt die Kinder dazu an, eigene Gefühle direkt zu äußern. Durch Fragestellung seitens der Erzieherin lernen die Kinder ihre Entscheidungen sachlich zu begründen. Die Kinder lernen Vorschläge und Anregungen zu geben, anstelle von Befehlen und Anordnungen. Die Kinder lernen unter anderem auch, Kompromisse einzugehen.

• Der Dialog wird gefördert durch das Finden von Regeln. Kinder können in alle Angelegenheiten einbezogen werden, die sie betreffen. Prinzipien der Demokratie werden gemeinsam mit Kinder und Team erlernt.



• Durch unsere Partizipationsformen werden unsere Kinder kompetenter und autonomer in ihrem Denken und Handeln, indem sie planen, diskutieren und mitentscheiden können.

5. Pädagogische Förderung und Bildung

5.1. Bildung- und Erziehungsarbeit- Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder







Emotionale Kompetenz bedeutet, sich seiner Gefühle bewusst zu sein und Gefühle ausdrücken und loslassen zu können.
Es bedeutet auch, Gefühle bei anderen wahrzunehmen und zu verstehen. Emotional, kompetente Kinder sind in der Lage mit den vielschichtigen Gefühlen des Lebens umzugehen.
Soziales Lernen findet statt im Kontakt der Kinder untereinander und mit den Bezugspersonen.
Die Kinder erlernen Fähigkeiten, sich als Person zu erleben, ihre Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken. Ebenso erlernen sie im Umgang untereinander soziale Verhaltensweisen und die Fähigkeit, ihre Beziehung zu anderen Menschen kompetent zu gestalten. Zur Unterstützung wird in unserer Einrichtung der „Faustloskoffer“ mit seinem Programm eingesetzt.











Kinder in den ersten Lebensjahren bilden ihre kognitiven Fähigkeiten beim Spiel und allen weiteren Formen handelnder Auseinandersetzung mit Menschen und Dingen aus.
Die Kindertagesstätte hat die Aufgabe, die kognitiven Fähigkeiten der Kinder herauszufordern und dafür zu sorgen, dass sie die kognitiven Potenziale so weit wie mögliche entfalten können.
In der Kindertagesstätte wird sowohl spielerisch Grundwissen (z.B. Farben, Wochentage benennen) als auch „Weltwissen“ erworben. Damit ist die Kenntnis von Geschichten, Fingerspielen, Liedern etc. und von Naturphänomenen, ebenso wie lebenspraktisches Wissen gemeint.











Um sich gesund entwickeln zu können, brauchen Kinder regelmäßig, ja sogar täglich Gelegenheit, sich zu bewegen.
Durch die Bewegungserziehung erwirbt das Kind motorische Grundfertigkeiten, lernt sie zu beherrschen und gelangt so zu seiner Bewegungssicherheit.
Die körperliche Geschicklichkeit wird in der Kindertagesstätte gefördert durch eine vielfältige Geräte – und Materialausstattung, die Kindern das Wippen, Schwingen, Schaukeln, Rutschen, Klettern, Balancieren, Springen und Fortbewegen durch Roll – und Fahrgeräte ermöglicht.
In unserer Einrichtung steht uns ein großer Turnraum mit entsprechenden Materialien zur Verfügung. In der Cafeteria wird gesundes Frühstück immer wieder besprochen und um 11.00 Uhr gibt es täglich eine Obstpause.







Sprachliche Bildung ist ein kontinuierlicher Prozess, der nie abgeschlossen ist. Er umfasst sowohl das Sprachverständnis, als auch die Sprechfähigkeit. Daher ist es das wichtigste Ziel, bei den Kindern die Freude am Sprechen zu wecken bzw. zu erhalten.
Durch den Umgang mit Bilderbüchern, Geschichten, Märchen, Fingerspielen und Reimen entwickelt das Kind Kompetenzen, die ganz wesentlich zur Sprachentwicklung beitragen.
Philosophieren mit den Kindern ist uns wichtig. Hier stehen jeder Gruppe besondere Materialien zur Verfügung und es wird versucht besondere Kommunikationsregeln in Fragen und Antworten als Grundhaltung in der Erziehung einzubeziehen.























Die Kindertagesstätte bietet den Kindern viele Möglichkeiten, lebenspraktische
Kompetenzen neu zu erwerben oder auch das zu erproben, was sie bereits zu Hause gelernt haben.
Besonders viele Lern – und Erfahrungsmöglichkeiten bieten das Herstellen und auch Herrichten von Mahlzeiten.
Im Kindercafe haben die Kinder viele Möglichkeiten lebenspraktische Kompetenzen zu erwerben.
Selbstständigkeit und die Sicherheit, alltägliche lebenspraktische Herausforderungen altersgemäß gut zu bewältigen, sind Voraussetzungen für selbstständiges Lernen, auch in anderen Erfahrungsfeldern.













Kinder benötigen ein mathematisches Grundverständnis, um in ihrem Alltag zurechtzukommen.
Im Vordergrund stehen für uns nicht das kognitive Lernen mathematischer Lerninhalte, sondern die spielerischen und ganzheitlichen Lernerfahrungen in Bezug auf Mathematik. Für diesen Bereich stehen uns Spielmaterialein aber auch (für „In Echt Spiele“) Materialien wie Schrauben, Cent Stücke, Waagen etc. zur Verfügung
Wir lassen die Kinder in ihren Lernprozessen mit allen Sinnen und spielerisch mit mathematischen Inhalten experimentieren, damit sie einen kreativen und freudigen Umgang mit Mathematik entwickeln.







Ausgangspunkt ästhetischer Erziehung sind diese fünf Sinne:
Riechen, schmecken, hören, sehen, tasten.
Ästhetische Bildung besteht aus Musik, Tanz und bildnerisches Gestalten.


Die Kinder können durch Malen, Zeichen, Kollagen und plastisches Gestalten, kreative Ausdrucksformen und verschiedene Techniken selber ausprobieren und gestalten.
Eine Ausstellungsvitrine in der Cafeteria bietet Platz für die aktuellen Werke der Kinder.
Die Ausstellungen im Rathaus werden regelmäßig besucht. Es besteht eine Kooperation mit dem Emslandmuseum. (siehe auch Kooperationen)











Der Umgang mit Naturmaterialien regt Phantasie und Kreativität an. Kinder lernen, ihre Umwelt mit allen Sinnen zu erfahren und sie als unersetzlich und verletzbar wahrzunehmen. Alle Gruppen machen einmal im Jahr „Waldtage.“ Für „Haus der kl. Forscher“ stehen die nötigen Materialien zur täglichen Verfügung.















Ethische und religiöse Bildung bilden eine untrennbare Einheit und sind wechselseitig aufeinander angewiesen.
Wir leben den katholischen Glauben, sehen aber auch in anderen Religionen hinein.
Wir vermitteln den Kindern anhand des kirchlichen Jahreskreises, die verschiedenen Feste und Feierlichkeiten mit ihren äußerlichen Merkmalen, theologischen Hintergründen und biblischen Inhalten.
Religiöse und ethische Themen sind somit auch unter dem Stichwort „Philosophieren und theologisieren mit Kindern“ Bildungsinhalt.














5.2. Pädagogisches Angebot

Am Jahresplanungstag (Qualitätskonferenz) im Team wird die gemeinsame Arbeit reflektiert. Formulierte Ziele werden überprüft und neue Ziele für das kommende Jahr definiert.
Die Ergebnisse der jährliche Elternbefragung, die Zielformulierungen und Reflexion des Elternbeirates fließen in die Planungen mit ein.
In der pädagogischen Jahresplanung fließen die Feste des Jahreskreises, der Kooperationsplan mit der Schule, Termine durch die Kooperationen mit unseren Kooperationspartner mit ein. Die jährlichen Reflexionsgespräche mit allen Kooperationspartnern sind Bestandteil der weiteren Ermittlung und Planung des pädagogischen Angebotes.
In den einzelnen Gruppen entstehen Projekte nach Kinderkonferenzen, Kinderbefragungen und dem Kinderparlament.
Eine gute Durchführung des pädagogischen Angebotes messen wir an der Dokumentation.
Die Entwicklungsdokumentation der Kinder mit Hilfe der Leuvener Engagiertheitsskala definiert die konkrete, weitsichtige Planung des pädagogischen Angebotes. Die Durchführung ermöglicht uns ein strukturiertes, zielgerichtetes und am Kind orientiertes Arbeiten.



































5.3. Integration/Inklusion in unserer Einrichtung

Das Zusammenleben unterschiedlich entwickelter Kinder und Kinder unterschiedlicher Nationalitäten schaffen eine lebendige anregende Atmosphäre, in der alle Beteiligten voneinander lernen. Alle Kinder sind in unserer Einrichtung herzlich willkommen!
In unserer Einrichtung finden Sie zwei Formen:





























Unsere Ziele:
• Wir schaffen Raum, in dem sich die Kinder wohl fühlen und in gegenseitiger Toleranz und Akzeptanz miteinander spielen. (Rücksicht nehmen, Hilfestellung geben und nehmen, Geduld und Einfühlungsvermögen haben, miteinander statt gegeneinander).
• Im Miteinander erfahren die Kinder, dass ganz unterschiedliche Menschen mit ihren persönlichen Stärken und Schwächen selbstverständlich zusammengehören und voneinander lernen. Die Kinder sollen unbefangen aufeinander zugehen und miteinander vertraut werden. Sie helfen sich gegenseitig und lernen voneinander.

• Das Kind bleibt in seiner gewohnten Umgebung. Es kann die wohnortnahe Kindertagesstätte besuchen. Die Kinder können zusammen mit ihren Freunden aus der Kindertagesstätte spielen und wachsen nicht isoliert auf. Die Eltern erhalten sich so ein Stück Normalität. Sie gehören dazu und sind nicht außen vor. Eine Erfahrung, die die Kinder jeden Tag aufs Neue machen.

• Es ist normal, verschieden zu sein! (Zitat von Richard von Weizsäcker) Die Verschiedenheit soll nicht benachteiligt werden!

• Inklusion meint: Alle lernen dazu, um gemeinsam Neues zu entdecken.



6. Im Dialog mit Eltern

Sie als Eltern sind die ersten und wichtigsten Bezugspersonen des Kindes, deshalb orientiert sich die Zusammenarbeit der pädagogischen Fachkräfte mit Ihnen am Prinzip der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft.
Das Elterncafe
Um sich besser kennenzulernen haben wir in der Halle eine Elternecke mit Elterncafe eingerichtet. Hier besteht für Sie die Möglichkeit bei einer Tasse Kaffee/Tee in gemütlicher Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen.
Das Familienfrühstück
Zu Beginn eines Kindertagesstättenjahres laden wir Sie, als Eltern der neuen Kinder, zu einem Frühstück ein. Sie haben somit die Möglichkeit unsere Einrichtung noch intensiver kennen zu lernen und gleichzeitig Kontakte zu knüpfen mit anderen Familien.
Die Vater-Kind-Aktionen
Im November werden Sie, als Vater, zur Vätererzählwerkstatt /Vätertreff eingeladen. Im Sommer steht dann, für Sie und Ihr Kind, eine Vater- Kind- Aktion (beispielsweise Vater- Kind- Zelten)
Im Mai findet unser Vater-Kind Basteln zum Muttertagsfest statt. Hierzu sind Sie als, Vater (oder Bekannte, Verwandte), herzlich eingeladen.

Die Projekte
Wie oben beschrieben nimmt die Erziehungspartnerschaft in unserer Einrichtung einen wichtigen Stellenplatz ein. Unser Team wird Sie auffordern sich als Eltern aktiv in die verschiedenen Projekte oder Aktivitäten mit einzubinden oder zu beteiligen

Die Frühstückskarten
Wir bitten Sie, als Eltern der neu angemeldeten Kinder, zu Hause gemeinsam mit ihren Kindern eine individuell gestaltete Frühstückskarte anzufertigen. Diese benötigen die Kinder zum Frühstück in der Cafeteria.

Die Feste und Feiern
Nur in Zusammenarbeit mit Ihnen, als Eltern, sind unsere Feste und Feiern durchzuführen und werden ein Erfolg. Wir freuen uns über die Mithilfe jedes Einzelnen.

Umgestaltungsmaßnahmen
Immer wieder stehen größer Aktionen an. Gemeinsam mit Elternbeirat werden Ziele erarbeitet, wo noch Handlungsbedarf besteht. Durch das Engagement der Eltern wurden bereits viele Umgestaltungsmaßnahmen mit großem Erfolg durchgeführt.

Die Entwicklungsgespräche
Ein Entwicklungsgespräch ist ein Austausch zwischen den pädagogischen Mitarbeiterinnen und den Erziehungsberechtigten des Kindes. Dieses Kooperationsgespräch dient der Vertiefung der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft. Anhand der ausgetauschten Informationen legen wir mit Ihnen einvernehmlich Ziele fest, die sowohl in der Tageseinrichtung, als auch in Ihrer Familie verfolgt werden sollen.



Die Tür und Angelgespräche: Kurzinformationsgespräche
Fast täglich ergeben sich kurze Tür- und Angelgespräche. Sie sind informelle Alltagskontakte und aktueller Informationsaustausch zwischen Ihnen und den pädagogischen Mitarbeitern. Reicht ein Tür- Angelgespräch nicht aus vereinbaren Sie gerne einen Termin.

Die gezielten Elterngespräche
Ein gezieltes Elterngespräch ist ein Austausch unter vorher festgelegten Themen und Fragestellungen zwischen den pädagogischen Mitarbeiterinnen und den Eltern. Es dient der Vertiefung der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft, sowie der Aufarbeitung aktueller Gesprächsanlässe. Sie finden auf Wunsch oder nach Bedarf statt.

Der Elternabend
Sie erleben in unserer Einrichtung viele unterschiedliche Elternabende. Elternabende sind neben den Elterngesprächen die klassische Form der Zusammenarbeit mit den Eltern. Sie dienen der umfassenden Information, der Elternbildung und somit der Pflege der Erziehungspartnerschaft. Elternabende werden sowohl gruppenintern als auch gruppenübergreifend durchgeführt.

Der pädagogische Beirat
Der pädagogische Berat ist ein Zusammenschluss vom Elternrat (von der Elternversammlung gewählte Vertreter), zwei Trägervertreter, der Leitung und einer Mitarbeiterin des pädagogischen Teams der Einrichtung. Der pädagogische Beirat berät und fördert gemeinsame Belange von Eltern, Kindern sowie der Kindertagesstätte.

Die Elterninformation
Sie werden durch Elternbriefe, Magnetwände vor den Gruppen, Aushänge in der Cafeteria und über unsere Homepage informiert.

Die Hospitation
Eltern sind jederzeit herzlich willkommen zum Hospitieren. Bitte vereinbaren Sie einen Termin mit den Gruppenerziehern.

Die Elternbefragung (siehe Evaluation)
7. Qualitätssicherung
7.1. Beobachtung und Dokumentation

Das Beobachten ist für unsere Kindertagesstätte eine zentrale Aufgabe in der Bildungsbegleitung von Kindern. Dadurch können wir das Verhalten der Kinder in ihrer Spiel- und Lernumgebung besser verstehen und somit individuell auf jedes Kind eingehen.
Wir beobachten mit Hilfe der Leuvener Engagiertheitsskala. Dabei richten wir einen besonderen Blick auf das Wohlbefinden und die Engagiertheit des Kindes. Wenn sich das Kind in der Einrichtung wohlfühlt und gerne hier ist, lernt das Kind und wird gefordert. Ist dieses nicht gegeben, schauen wir genau nach, woran es liegen könnte und wie wir das Wohlbefinden und die Engagiertheit steigern können.
Beim Ansatz der Bildungs- und Lerngeschichten geht es darum, Erzählungen über die Bildungsprozesse eines Kindes anzufertigen. Im Unterschied zu standardisierten Beobachtungsverfahren wird hier ein narrativer, d.h. erzählender Zugang zu den Bildungs- und Lernprozessen der Kinder verfolgt, weil dieser das ganzheitliche Lernen besser widerspiegelt. Durch Erzählung entstandene Geschichten konzentrieren sich nicht nur auf das Kind allein, sondern berücksichtigen auch die Umgebung des Kindes, die Beziehung zwischen dem Kind und seinem Umfeld sowie die Situationen, in denen Lernprozesse stattgefunden haben. Zudem beziehen sie auch die Person der beobachtenden Erzieherin mit ein. Es wird die Bedeutsamkeit klar, die ein Vorgang für das Kind und auch für die Erzieherin hatte. Der Blick ist dabei auf den Lernprozess gerichtet: Es interessiert nicht so sehr, was die Kinder gelernt haben, sondern wie sie dies getan haben. Ziel ist es, sich den Bildungs- und Lernprozessen der Kinder durch Beobachtung und Dokumentation zu nähern und das Lernen in angemessener Weise zu unterstützen. Im Mittelpunkt des Beobachtungsverfahrens stehen die von Margaret Carr entwickelten Lerndispositionen.
Das schwedische Modell „Portfolio“ ist für uns eine Entwicklungsdokumentation der Kinder. Hier werden einzelne Lernschritten der Kinder festgehalten. Dabei hat jedes Kind einen eigenen Ordner in der die gesammelten Werke, Fotos, Interviews etc. der Kinder enthalten sind. Das Kind bestimmt über seinen Ordner selber.

7.2. Evaluation/ Qualitätssicherung

Unsere Einrichtung möchte für Sie und Ihr Kind ein qualitatives Angebot schaffen und sichern. Als Evaluationsinstrumente stehen u.a. Kinderinterviews oder die große Elternbefragung (im Herbst) zur Verfügung. Sie wird ausgewertet, reflektiert und präsentiert. Wir freuen uns über Lob und Kritik, denn sie bringen uns weiter.
Bitte geben Sie uns Ihr Feedback!
Die regelmäßigen Reflexionsgespräche, Auswertungen und Statistiken im Team unterstützen uns im PDCA Zyklus zur ständigen Verbesserung.



8. Unsere besonderen Merkmale
8.1. Familienzentrum

Bausteine des Familienzentrums

Bildungs- und Beratungsangebote
In unserem Familienzentrum sind wir vernetzt oder kooperieren mit Beratungsstellen und verschiedenen anderen sozialen Einrichtungen.
Es finden ganzjährige Elternkurse bei uns statt. Zudem können Sie sich jederzeit bei der Leitung informieren und beraten lassen.
Elternaustausch findet in unserem wöchentlichen Elterncafe statt.

Kindertagespflege
Unser Familienzentrum vermittelt qualifizierte Tagesmütter. Die Tagesmütter werden weitergebildet durch den „Fortbildungswürfel“ des Landkreises Emsland. Die Qualifizierung und Fortbildung der Tagesmütter findet ebenfalls in unserem Familienzentrum statt.

Ehrenamt/ Mehrgenerationsbegegnung
Jeden Montag kommen ehrenamtliche Senioren in unserem Familienzentrum und machen individuelle Angebote mit unseren Kindern.

Ferienbetreuung der Schulkinder
Wir betreuen Ihre Kinder, die die Schule besuchen, in den Schulferien.
Informationen werden in den Schulen verteilt.

Betreuung außerhalb der Öffnungszeiten
Wir helfen Ihnen gerne schnell und unkompliziert weiter.
Wir sind Familienzentrum für die Samtgemeinde Sögel und somit auch mit den anderen Tageseinrichtungen für Kinder vernetzt. In regelmäßigen Arbeitstreffen geht es um die Belange der Bausteine des Familienzentrums und die Betreuung der Kinder unter drei Jahren.











8.2. Haus für Kinder und Familie

Kriterien/Grundvoraussetzungen zur Vergabe des Bistumslogo



Häuser für Kinder und Familien:

- legen ein Leitbild vor, aus dem sich konkrete Ziele für die Ausgestaltung der Arbeit ableiten
- legen eine aktuelle Konzeption vor, woraus hervorgeht, dass die Kinder am Leben und an den Entscheidungsprozessen beteiligt werden, sowie der Niedersächsische Bildungsplan umgesetzt wird
- erbringen Nachweise über regelmäßige und aktuelle Bedarfserfassungen im Hinblick auf Betreuungsnotwendigkeiten der Eltern, sowie der Weitergabe an Träger und der Verhandlung mit der Kommune
- weisen Begleitungs-, Begegnungs-, Beratungs- und Bildungsangebote für Eltern und Familien nach, ausgehend von einer bewussten Analyse des Wohnumfeldes
- weisen nach, dass die pastorale Konzeption der Einrichtung in das pastorale Konzept der Kirchengemeinde eingebunden ist
- begleiten Kinder und Familien bei Glaubensfragen, Mitfeiern und Entdecken des Glaubens
- setzen ihren religionspädagogischen Auftrag im Alltag um
- geben Mitarbeitenden Unterstützung ihren Glauben zu vertiefen bzw. neu zu entdecken
- weisen regelmäßige Abstimmungsgespräche zwischen den Verantwortlichen der Kirchengemeinde und der Leitung nach
- sind verankert mit den einzelnen Gremien der Kirchengemeinde
- senden ein Mitglied des Teams in den Pfarrgemeinderat
- weisen nach, wie die familienpastoralen Angebote ihrer Einrichtung und der Seelsorgeeinheit vernetzt werden
- werden begleitet durch eine Person des pastoralen Teams
-
Die Kirchengemeinde kommt mit der Trägerschaft eines Hauses für Kinder und Familien ihrer Verantwortung für Familien nach und engagiert sich für ihre Belange.
(Näheres unter: Bistum Osnabrück: Eckpunkte Haus für Kinder und Familien)















9. Vorschularbeit
9.1. Das letzte Jahr vor der Einschulung

Unsere Lernangebote für Ihr Vorschulkind im letzten Kindertagesstättenjahr:
• Sechserbande: Jeden Freitag ist der besondere Tag für die Vorschulkinder. Hier finden die besonderen Aktivitäten wie. Z.B. Büchereiführerschein, Besuche zum Schloss, Besuche ins Forum, Buchstaben kennen lernen etc. statt. Nach den Herbstferien treffen wir uns im Turnraum.
• Zahlenheft: Ihr Kind erstellt ein Zahlenheft und kann es selber gestalten. Mit Schere und Katalog ausgerüstet findet es die gleiche Anzahl Gegenstände zu den passenden Zahlen. Ihr Kind soll hier spielerisch Zahlen kennen lernen und den Umgang mit der Schere üben sowie sich phantasievoll, kreativ betätigen.
• Vom Formen zum Schreiben: Ihr Kind erhält ein Heft, das es eigenständig mit Formen ausfüllen kann. Hier wird besonders die Auge- Hand Koordination gefördert sowie die Stifthaltung.



9.2. Das letzte Kindertagesstättenjahr als Brückenjahr zur Grundschule

Das Familienzentrum St. Jakobus und die Bernhardschule haben 2007/2008 gemeinsam am niedersächsischen Modellprojekt: „Das letzte Kindergartenjahr als Brückenjahr zu Schule“ teilgenommen.
Der Hintergrund dieses Projektes ist es, die Ablösung der Kindertagesstätte bis hin zum Neubeginn in der Schule Ihrem Kind so zu gestalten, dass es sich wohl fühlt. Ihr Kind soll diesen Übergang als Brücke erfahren. Um die Brücke nahtlos überwinden zu können, ist uns eine gute Zusammenarbeit zwischen der Schule und unserer Einrichtung sehr wichtig. Deshalb haben wir nach diesem Projekt einen Kooperationsvertrag mit der Schule und einen dazugehörenden Kooperationsplan geschlossen.
Im Folgenden werden einige Aktionen beschrieben, die im Kooperationsplan enthalten sind:
In der gemeinsamen Planung zwischen Kindertagesstätte und der Schule wird ein Kooperationskalender mit Aktionen und besonderen Elementen erstellt. Ein erster Elternabend in der Kindertagesstätte (ein Jahr vor der Einschulung) informiert Sie über die Einschulung, den Kooperationsplan und alle Aktivitäten mit der Schule sowie über die Angebote in unserer Kindertagesstätte.
Ihr Kind hat die Möglichkeit durch die Aktionen, wie der Lesekumpel und die Schulbesuche sich einen Eindruck von der Schule zu verschaffen. Kinder aus der dritten Klasse lesen den kommenden Schulkindern vor. Das schafft bei unseren Vorschulkindern emotionale Sicherheit. Die Kinder lernen ihre zukünftigen Lehrer kennen, da die Lehrer während der Sechserbande in der Kindertagesstätte hospitieren.
Bei Unsicherheiten in der Entscheidungsfindung zur Einschulung Ihres Kindes bietet unsere Einrichtung ein spielerisches Beobachtungsverfahren (Hexe Mirula) an. Dieses dient der Erfassung der Lernvoraussetzungen im Rahmen einer Gruppenbeobachtung.

9.3. Der Abschied aus unserer Kindertagesstätte

Ihr Kind verabschiedet sich mit einem Abschlussgottesdienst, einer kleinen Abschiedsfeier, sowie einer Übernachtungsfeier aus unserer Einrichtung. Es erhält im Gottesdienst eine gesegnete Kreuzkette.
Ziehen Sie um oder verlässt Ihr Kind die Einrichtung in eine andere Einrichtung findet gruppenintern eine Verabschiedung für Ihr Kind statt.

10. Unsere Kooperationspartner /Alternative Lern- und Erfahrungsorte

Eines unserer Schwerpunkte sind alternative Lern- und Erfahrungsorte für unsere Kinder zu nutzen Dazu haben wir mit unterschiedlichen Einrichtungen Kooperationsverträge geschlossen:
Katholische Bücherei
Alle Kinder unserer Einrichtung besuchen einmal im Monat die katholische Bücherei im Ort. Sie lernen die Ausleihmöglichkeit von Medien zur Unterhaltung und Information kennen. Sie erfahren, dass Vorlesen und Lesen Freude bereitet. Die Kinder werden sensibilisiert mit dem Umgang von Büchern und Literatur. Lesefreude und Entdeckerfreude soll bei ihnen geweckt werden.
Emslandmuseum
Das Emslandmuseum Schloss Clemenswerth ist die einzig erhaltene Alleesternanlage weltweit und versteht sich als lebendiges Museum für Jung und Alt.
Frühzeitig möchte unsere Kindertagesstätte und das Emslandmuseum Interesse für Kunst und Kultur wecken. Jedes Vorschulkind nimmt an sechs Erlebnisvormittagen teil. Am Ende des Kindertagesstättenjahres gibt es eine Präsentation für Eltern und Großeltern.

Forum Sögel e.V. Information/Geschichte/ Zukunft
Die Kinder erleben die Geschichts- und Zukunftswerkstatt des Forum Sögel e.V. als einen alternativen Lernort. Sie werden sensibilisiert für ihre Heimat und deren Geschichte. Sie lernen den Umgang mit Natur und Literatur.
Das Umfeld der Sögeler Familien wird ihnen nahe gebracht. Die Vorschulkinder besuchen diese Einrichtung regelmäßig.

Haus Simeon
Die Kinder erleben den Lebensabend älterer Menschen durch die Besuche im Haus Simeon. Sie werden sensibilisiert in der Kommunikation mit älteren Menschen. Die Bewohner des Hauses Simeons und die Kinder erleben Gemeinschaft im gemeinsamen Singen, Spielen und Feiern. Die Besuche zu besonderen Anlässen sind freudige Ereignisse im Alltag der Bewohner.

11. Feste und Feien

In unserer Jahresplanung stehen die Feste und Feiern als Höhepunkt besonderer Ereignisse. Hier bekommen und erleben unsere Kinder der Kindertagesstätte mit Ihnen, als Familien, die Gelegenheit, sich zu begegnen und die Gemeinschaft zu festigen und zu stärken.
Wir möchten unseren Kindern und Ihnen, als Eltern, die Möglichkeit geben, durch bestimmte Rituale im Jahr an Feiern, Festen und Gottesdiensten teilzunehmen. Unter Mitwirkung und Ideensammlung der Kinder bieten wir folgende Feste im Jahresplan an:

• Wortgottesdienste 3x im Jahr (gruppenübergreifend)
• Erntedankfeier (gruppenintern) Gottesdienst in der Kirchengemeinde
• Feier der hl. Elisabeth (gruppenintern)
• St. Martinsfeier und Umzug in Vernetzung mit der Kirchengemeinde
• Feier vom Hl. Nikolaus (gruppenübergreifend)
• Adventsnachmittage
• Weihnachten: Adventszeitgestaltung, Krippengestaltung in jeder Gruppe, Krippenfeiern in der Kirchengemeinde
• Pfingstfeier (gruppenintern)
• Marienaltargestaltung im Monat Mai
• Fronleichnamsfest (Altar und Schmuck für den Umzug)
• Hl. Drei Könige (gruppenintern)
• Fest vom hl. Simeon 2. Februar Erscheinung des Herrn (gruppenintern)
• Jahresfest mit Schwerpunktthemen
• Palmweihe am Palmsonntag (auf unserem Spielplatzgelände)mit Prozession zur St. Jakobus Kirche in Vernetzung mit der Kirchengemeinde
• Osterkerzenweihe (gruppenübergreifend)
• Abschlussgottesdienst der Vorschulkinder mit Kreuzkettensegnung (Kreuzkette ist das Abschiedsgeschenk für die Vorschulkinder vom unserer Einrichtung)
• Großelterntage





12. Allgemeine Informationen zum Krippenkonzept

12.1. Lage der Kinderkrippe
Unsere Kinderkrippe befindet sich mit vier Kindergartengruppen, davon zwei 5- Stunden Gruppen, eine Ganztagsgruppe und eine Integrationsgruppe, im Familienzentrum St. Jakobus. Unser Haus liegt zentral im Ortskern von Sögel.
12.2. Gesetzliche Grundlagen
Unsere Einrichtung arbeitet nach dem Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder und verpflichtet sich somit den Kindern die bestmöglichste Förderung und Bildung zu gewähren. Ebenso gelten für uns die Richtlinien des Kindertagesstättengesetz.
12.3. Aufnahmekriterien und Öffnungszeiten
In unseren zwei Krippengruppen können wir jeweils 15 Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren begleiten und betreuen. Sollten mehr Anmeldungen als verfügbare Plätze vorhanden sein, wird in Absprache mit dem Träger über die Aufnahme entschieden. Hierzu greifen bestimmte Kriterien. Die beiden Krippengruppen haben unterschiedliche Öffnungszeiten. Das Eulennest hat eine tägliche Öffnungszeit von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr. In der Mäusenestgruppe wird den Kindern ein Mittagessen angeboten, sie ist somit unsere Ganztagsgruppe im Krippenbereich. Sie hat eine tägliche Öffnungszeit von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr.
12.4. Verpflegung
Die Mahlzeiten sind für die Krippenkinder von großer Bedeutung. Sie dienen nicht nur zum Sattwerden, sondern, vermitteln den Kindern einen immer wiederkehrenden Rhythmus. Das Frühstück wird gemeinsam, wie in der Familie, im Gruppenraum eingenommen. Essen soll für die Kinder eine sinnliche Erfahrung sein. Die Kinder können das Essen riechen und auch fühlen. Wir legen sehr viel Wert darauf, dass die Kinder so gut es geht selbstständig ihr Essen zu sich nehmen. Dafür benötigen wir einige Zeit, damit der Genuss nicht zu kurz kommt. Die Kinder üben sich im selbstständigem Essen. Dieses steigert das Selbstwertgefühl und schafft Freude am Essen mit allen Sinnen.
13.
13. Pädagogisches Krippenkonzept

13.1. Unser Bild vom Kind
Wir sehen das Kind als Akteur seiner eigenen Entwicklung. Es steuert die Unternehmungen, die zu seiner Entwicklung führen, aus sich selbst heraus (Partizipation). Die Kinder benötigen hierzu die Wahrnehmung, die Sprache, die Bewegung, das Denken und das Fühlen, sie müssen Entscheidungen treffen und sich ein hohes Maß an Wissen über die unzähligen Einzelheiten der Welt aneignen. Sie nutzen die Umwelt um ihre Fähigkeiten zu erweitern und zu schärfen. Ein Teil ihrer Umwelt sind wir, hier in unserer Einrichtung. Die Menschen, die hier arbeiten, die Kinder, denen sie hier täglich begegnen und die Räumlichkeiten in und um unser Haus. Während dieses Prozesses möchten wir unsere Kinder so viel wie möglich und so wenig wie nötig, ganz individuell nach seiner Persönlichkeit, unterstützend zur Seite stehen.

13.2. Von der Familie zum Kind – Das Eingewöhnungskonzept
Für die Kinder aber auch für die Eltern ist die Eingewöhnungszeit eine anspruchs- und teilweise stressvolle Zeit, die mit Trennungsschmerz verbunden sein kann. Deshalb nehmen wir uns dafür bewusst viel Zeit. Die Kinder reagieren sehr unterschiedlich auf eine neue Umgebung. Die einen wenden sich zögernde und vorsichtig, die anderen ohne Bedenken und energisch allem Neuen zu. Die Erfahrungen, die das Kind mit dieser ersten Übergangssituation macht, sind prägend für sein weiteres Leben. Deshalb ist eine positive Erfahrung sehr wichtig für das Kind. Das Eingewöhnungskonzept in unserem Haus ist an dem des Berliner Eingewöhnungsmodells angelehnt. Das Kind sollte die Erfahrung machen: „Ich werde nicht alleine gelassen. Ich bekomme Unterstützung, so lange ich sie brauche:“ So wird eine gute Grundlage dafür geschaffen, dass sich das Kind in der Einrichtung von Anfang an wohlfühlen kann, seine weitere Entwicklung positiv verläuft und es an Sicherheit gewinnt. Dafür ist eine aktive Mitarbeit der Eltern unabdingbar. Vor Beginn der Eingewöhnung finden ein Informationsabend und ein intensives Austauschgespräch zwischen Eltern und Erzieherinnen statt. Auch während der Eingewöhnung gibt es einen regelmäßigen Austausch zwischen Team und Eltern. Die Eingewöhnung dauert ca. 3- 4 Wochen und ist individuell auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt.
Die ersten Tage
In den ersten drei Tagen begleitet ein Elternteil konstant das Kind. Das Kind kann sich in dieser Zeit von seiner Bezugsperson entfernen und an den angebotenen Aktivitäten teilnehmen und bei Bedarf in den „sicheren Hafen“ zurückkehren. Nach maximal 2 Stunden verabschieden sich das Kind und die Bezugsperson zusammen.
Die erste Trennung
Der erste Trennungsversuch wird ab dem vierten Tag durchgeführt. Reagiert das Kind aufgeschlossen und überzeugt es sich nicht ständig, ob Mama oder Papa noch da sind, kann die Bezugsperson für kurze Zeit den Raum verlassen. Wichtig ist, dass sie sich vom Kind verabschiedet. Sie bleibt in Rufnähe, falls das Kind weint und sich nicht von der Erzieherin trösten lässt. Die Länge der Trennungsphase kann sich, je nach Befinden des Kindes, verändern.
Stabilisierungsphase
Kann das Kind sich gut von seiner Bezugsperson lösen, sollte diese morgens nur noch kurz im gruppenraum bleiben, sich vom Kind verabschieden und zu einer abgesprochenen Zeit wieder in die Krippe kommen. Das Kuscheltier oder ein anderer „Tröster“ dürfen natürlich nicht fehlen.
Schlussphase
Nach der Stabilisierungsphase braucht die Bezugsperson sich nicht mehr in der Krippe aufzuhalten. Sie sollte aber noch jederzeit erreichbar sein, falls die neuen Bindungen noch nicht tragfähig genug sind. Die Eingewöhnung ist für uns abgeschlossen, wenn das Kind in der Krippe isst, trinkt, schläft und sich von der Erzieherin beruhigen und trösten lässt.
Gespräch nach der Eingewöhnungszeit
Zum Abschluss der Eingewöhnungsphase, die je nach Kind unterschiedlich andauern kann, findet ein gemeinsames Gespräch zwischen den Eltern und der Bezugserzieherin statt. In diesem Gespräch wir zum einen über die zurückliegende Eingewöhnung, zum Anderen über noch ausstehende Fragen und neue Impulse zur Weiterentwicklung des Kindes gesprochen.





Ziele der Eingewöhnungsphase
Während der Eingewöhnung ist es uns sehr wichtig, dass sich das Kind behutsam in den neuen Tagesablauf eingliedert. Wir möchten erreichen,
- dass es sich wohl fühlt, indem das pädagogische Personal dem Kind Vertrauen und Sicherheit gibt, denn so ist das Kind offen für Neues
- dass es seine Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse zeigen und äußern darf
- dass es für die Eingewöhnungsphase so viel Zeit bekommt, wie es benötigt
- dass es seine neue Bezugsperson, so weit wie möglich selber auswählen darf
- dass es in kleinen, auf seine Entwicklung angepassten Schritten, die Krippe mit ihren vielfältigen Angeboten kennen lernt
- dass wir die Eltern kennen lernen und in guter Zusammenarbeit, zum Wohle des Kindes, miteinander umgehen

Für eine gelingende Eingewöhnung ist es wichtig, dass die Eltern/Bezugspersonen:
- ihr Kind konstant in die Krippe begleiten, da dem Kind somit Sicherheit vermittelt wird und die Eltern gleichzeitig den Tagesablauf und die Regeln kennenlernen
- in der Eingewöhnungsphase NICHT mit ihrem Kind spielen, sondern ihm signalisieren, dass die Krippe nur für das Kind da ist
- immer für ihr Kind präsent sind. Beim Verlassen des Gruppenraumes sollte sich das Elternteil stets verabschieden, damit das Kind nicht das Gefühl des Alleine lassen bekommt.
- wenn sie ihr Kind nach der Trennungsphase wieder abholen, nicht zu lange in der Krippe zu verweilen, um den Kind zu signalisieren: „Ich bringe und hole dich und du darfst in der Zwischenzeit hier spielen“
- wich an die vereinbarten Abholzeiten halten, damit sich das Kind und das Team sich darauf verlassen können
- was die Eltern/Bezugspersonen ständig erreichbar sind
- wenn nötig, einen lieben Gegenstand (Schnuller, Teddy, Kuscheltuch usw.) von zu Hause mitbringen, die dem Kind die Trennungssituation erleichtern



13.3. Im Dialog mit Eltern
Die Familie, sowie die Krippe sind gemeinsam für das Wohl der Kinder verantwortlich und bilden eine Erziehungspartnerschaft. Eine gelingende Elternarbeit definiert sich für uns über eine gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieher au der Basis des gegenseitigen Vertrauens. Wir wollen die Eltern unterstützen und mit ihnen zusammen arbeiten, jedoch die Erziehung in den Familien nicht ersetzen. Die Erziehung in der Familie bleibt der wichtigste Raum des seelischen und sozialen Lernens.
Für die Elternarbeit ist uns wichtig:
- eine PARTNERSCHAFT, in der sich Eltern unterstützt, verstanden und ihr Kind gut betreut wissen
- eine TRANSPARENZ, die über die Arbeit in der Krippe und über die Entwicklung ihres Kindes informiert
- end eine TEILNAHME, die Eltern am Geschehen beteiligt





Formen unserer Elternarbeit:





































13.4. Beobachten und Dokumentieren
Die Beobachtungen und Dokumentation ist die Grundlage um den Entwicklungsstand eines Kindes festzuhalten. Indem wir das Beobachtete dokumentieren, sehen wir, wo die Stärken des Kindes liegen und in welchen Bereichen das Kind noch Unterstützung benötigt. Hieraus resultiert dann das Angebot, welches für das einzelne Kind individuell zusammengestellt wird um seine Stärken zu stärken. Gleichzeitig dienen diese Beobachtungen du Dokumentationen für unsere Entwicklungsgespräche, welche nach Bedarf, jedoch mindestens zweimal im Krippenjahr stattfinden.

Wir dokumentieren die Arbeit der Kinder:
- indem wir die Entwicklungsgespräche im Gruppenteam vorbereiten und reflektieren
- indem wir die gestalterischen Arbeiten und Bilder im Gruppenraum aushängen und diese dann im Portfolio (Lernbiographie des Kindes, welches die Entwicklung sichtbar macht und seine Arbeit an einem Projekt dokumentiert)
des Kindes des Kindes sammeln
- durch unsere Aushänge vor dem Gruppenraum
- durch Fotodokumentation mit dazugehörigen Erläuterungen (Portfolio), welche sowie für die Kinder, als auch für die Eltern jederzeit zugänglich sind.

Wir machen Beobachtungen in der Krippe:
- indem wir regelmäßig das einzelne Kind im Freispiel und in der gezielten Aktivität beobachten
- indem wir regelmäßig die gesamte Gruppe beobachten und situationsorientiert das Thema für unsere weitere Arbeit mit den Kindern auswählen
- indem, wir anhand eines, durch unser Qualitätsmanagement empfehlenden Entwicklungs- und Beobachtungsdokumentationsverfahren, die Beobachtungen dokumentieren und gegebenenfalls unterstützende Maßnahmen einleiten können











13.5. Bildung- und Erziehungsarbeit- Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder
Es gibt viele Fähigkeiten, die unsere Kinder im Laufe Ihres Lebens erlernen, um ihr Leben zu bewältigen. Um diese im Blick zu habe, ist der Orientierungsplan in neun so genannte Bildungsbereiche gegliedert. Diese werden im Folgenden kurz vorgestellt:







Ein Kind lernt seine Umwelt vor allem durch das "be- greifen" kennen. Es nutzt alle Sinne, um Erfahrungen zu machen, den Dingen auf den Grund zu gehen und somit seine Umgebung und die Menschendarin kennen zu lernen. Kinder lernen dabei handelnd, durch aktive Berührungen, erkunden von Gegenständen mit dem Mund, mit den Händen und mit den Füßen. Sie Beobachten ihr gegenüber ganz genau, folgen der Stimme der Bezugsperson und beginnen schnell erste Ausdrücke im Gesicht z.B. der Mutter nachzuahmen. So erschließt sich das Kind immer neue Zugänge zu seinem sozialen Umfeld und auch zu sich selbst. Es entwickelt ein "Selbstbild".
Die Entwicklung der Wahrnehmung möchten wir in unserer Einrichtung unterstützen, durch:

- die Bereitstellung von Naturmaterialien (Kastanien, Erbsen, Mais, Wasser, Sand, Schlamm usw.)
- formbare Materialien (Modelliersand, Knete usw.)
- unterschiedliche Beschaffenheit von Spielmaterialien, Bodenbelägen, Decken und Kissen
- unterschiedliche Lichtquellen
- verschiedene Nahrungsmittel
- Erleben von unterschiedlichen Temperaturen (Draußenspiel)
- Eine angenehme Geruchsatmosphäre
- Spiegel zur Möglichkeit der eigenen Betrachtung





















„Mir geht es gut, ich bin fröhlich! Mir geht es nicht gut, ich habe Schmerzen! Ich bin traurig, mir fehlt meine Mama! Ich bin unsicher, ich benötige Hilfe! Ich habe Hunger und bin durstig! Ich bin müde!“
Diese und andere Gefühle müssen Kinder zunächst richtig einordnen lernen. Dafür müssen sie sich und ihren eigenen Körper kenne lernen und ihre Mitmenschen beobachten. Sie spiegeln Emotionen von Bezugspersonen in ihrer Mimik und Gestik und erwarten eine Rückmeldung ihres Gegenübers. So lernen sie nach und nach die eigenen Emotionen und die Emotionen anderer Menschen zu deuten und mit ihnen zu Recht zu kommen.
Dieses ist die Grundlage für das soziale Miteinander. Gegenseitiger Respekt, di Anerkennung der Grenzen des Anderen und die Akzeptanz der Gefühle des Anderen werden im täglichen Miteinander erprobt und vertieft.
Dabei möchten wir die Kinder unterstützen, indem wir:
- ihre Gefühle ernst nehmen
- ihnen Hilfe und Unterstützung anbieten
- eine fest und stabile Beziehung zu dem Kind aufbauen (Bezugserzieher)
- die Grundbedürfnisse (Essen, Trinken, Schlafen, Wärme, Luft) befriedigen
- Angebote in der Gesamtgruppe, sowie mit einzelnen Kindern anbieten
- den Kindern ein Vorbild sind







Das Kind ist von Geburt an neugierig auf die Welt. Es möchte sie erkunden, sie entdecken, den Dingen auf den Grund gehen, sie verstehen und an ihr wachsen.
Um den Entwicklungsdrang der Kinder, die Freude am Lernen und somit die kognitive Entwicklung zu fordern und fördern:
- gestalten wir eine anregende, abwechslungsreiche Umgebung/Gruppenraum
- bieten wir den Kindern Möglichkeiten des Experimentieren mit schöpferischen Materialien (Sand, Wasser, Naturmaterial, Knete usw.)
- geben wir den Kindern Hilfestellung und ermutigen sie zum eigenen Handeln und Ausprobieren
- bieten wir den Kindern die Möglichkeit auch im Außenbereich vielfältige Erfahrungen zu sammeln
- lassen wir den Kindern Zeit um eigene Erfahrungen zu machen und den Dingen auf den Grund zu gehen







Das Kind möchte seine Welt erkunden und das am besten unabhängig und weitgehnst selbstständig. Besonders in den ersten drei Lebensjahren des Kindes entwickeln sich die motorischen Fähigkeiten rasant und grundlegend. Vom gezielten Greifen, übers freie Sitzen, hin zum Stehen und eigenständigen Laufen. Diese und alle anderen Zwischenschritte sind von großer Bedeutung und wichtige Entwicklungsaufgaben für das Kind.
Wir wollen dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht werden durch:
- offene Gruppenräume mit vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten (Schaukel, Podest, schräge Ebene usw.)
- Hilfestellung zum Laufen lernen (Möbel zum eigenständigen Hochziehen, Lauflern- stange und- wagen) geben
- Rutsch- und Tretfahrzeuge
- Bewegungs- und Tanzspiele
- die Benutzung des eigenen Ausweichraumes sowie des Turnraumes
- einen anregend gestalteten Außenbereich (Spielplatz)























Sich anderen Menschen mitzuteilen, sich auszutauschen, miteinander in Verbindung treten, Befindlichkeiten, Bedürfnisse und Wünsche anderen mitzuteilen – das und vieles mehr ist von großer Bedeutung im sozialen Miteinander und besonders für Kinder ist Sprache und Kommunikation von großer Bedeutung. Sie müssen die Sprache erst erlernen und kommunizieren anfangs „handelt“ über ihre Mimik und Gestik mit ihrer Umwelt. Sie sind auf Sprachvorbilder angewiesen und benötigen eine Umgebung in der sie sich und ihre Sprache ausprobieren dürfen, in der sie Sprachvorbilder (das kann eine Bezugsperson oder auch ein älterer Freund oder Freundin, als ein anderes Kind sein) erleben und beobachten können, in der sie Freude an Kommunikation entwickeln und eine Resonanz auf ihre Äußerungen erhalten.
Wir möchten die Kinder im Spracherwerb unterstützen, indem wir:
- ein gutes Sprachvorbild sind
- die Freude an Kommunikation beim Kind durch Lieder, Fingerspiele, Reime, Geschichten usw. fördern
- dem Kind Sprechanlässe bieten
- durch den Einsatz von Bilderbüchern
- durch viele Wiederholungen und Rituale
- durch eine feste Beziehung zum Kind
- durch positive Resonanz auf die Sprache des Kindes









Um in der Welt der Erwachsenen zu bestehen und an ihr aktiv teilzuhaben, ist es für ein Kind wichtig, selbstständig zu sein und die Dinge seines Alltags weitestgehend, ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Die lebenspraktische Kompetenz der Kinder entwickelt sich in kleinen Schritten und die Kinder wollen sich gerne am Geschehen ihres Alltags beteiligen. Sie sind stolz, wenn sie es geschafft haben, alleine ihre Jacke anzuziehen oder wenn sie beim Decken des Tisches helfen dürfen. Kleine „Arbeiten“ erledigen die Kinder gerne und freuen sich dann umso mehr, wenn sie im Anschluss auch noch einen Dank oder gar ein Lob dafür bekommen. Einen wichtigen Teil dieser Kompetenz stellt zudem der selbstständige Toilettengang der dar. Das sogenannte „trocken werden“ ist ein großer Meilenstein der kindlichen Entwicklung
Wir möchten die Kinder dabei unterstützen, indem wir:
- den Kindern kleine Aufgaben übertragen (Tisch decken, abtrocknen usw.)
- ihnen die Möglichkeit und die Zeit geben, sich eigenständig, je nach Möglichkeit, anzuziehen
- ihnen Möglichkeiten des Nachspielens und Erprobens beobachteter Situationen (Rollenspielbereich)
- durch unser Verhalten ein Vorbild sind
- unsere sanitären Anlagen kindgerecht sind
- regelmäßig mit den Kindern gemeinsam die Hände waschen









Kinder möchten den Dingen auf den Grund gehen, experimentieren und forschen. Ebenhso haben sie auch ein angeborenes Interesse an Farben, Formen, der Bescaffenheit der Dinge und ihrer räumlichen Umgebung. Sie beginnen langsam Dinge zu kategorisieren, zu ordnen, zu sortieren und sich in verschiedenen Räumen zurecht zu finden.
Wir wollen sie dazu animieren indem wir:
- die Räume übersichtlich, offen und anregend gestalten
- Materialien zum Experimentieren und mit vielfältigen Möglichkeiten anbieten
- Den Kindern eine Vielzahl an Raumerfahrungen (z.B. durch eine zweite Ebene und Podeste) ermöglichen
- Möglichkeiten zum Transport der Gegenstände für die Kinder bieten
-







Schon junge Kinder ahmen gerne ihre Bezugsperson nach und schlüpfen so in eine andere Rolle. Sie drücken sich auf vielfältige Weise aus und probieren dabei gerne Neues aus. Sie singen und tanzen gerne und machen gerne selber Musik oder erzeugen unterschiedliche Geräusche. Kinder haben Spaß daran, mit Farben und unterschiedlichen Materialien umzugehen und eine „Spur“ zu hinterlassen. Dabei ist der Weg das Ziel und das erschaffene Werk eher nebensächlich.

Wir bieten die Kindern in unserer Einrichtung:
- unterschiedliche formbare Materialien (Knete, Sand usw.)
- Möglichkeiten zum Verkleiden durch Tücher, Hüte usw.)
- Rollenspielbereiche zum Nachspielen verschiedener Alltagssituationen
- Das Kennenlernen und Erproben von verschiedenen Instrumenten
- Eine Vielzahl an Liedern, Fingerspielen, Reime und Spiele, die zum Singen und Tanzen anregen









Die Natur ist für Kinder ein wichtiger Erfahrungs- und Lebensraum. Sie lernen die Gesetzmäßigkeiten der Natur, den jahreszeitlichen Rhythmus sowie das unterschiedliche Wetter nach und nach kennen. Sie haben sowohl ein großes Interesse an Tieren, als auch an der Beschaffenheit von natürlichen Material.
Wir unterstützen die kindlichen Naturerfahrungen durch:
- Das Spiel im erlebnisreichen, natürlichen „ Krippengarten“
- Kleine Experimente und Anschauungsmaterial
- Naturmaterialien, mit denen die Kinder selbstständig umgehen und experimentieren dürfen (Sand, Wasser, Kastanien, Nüsse usw.)
- Ausgänge
- Waldtage



















Werte und Normen, wiederkehrende Rituale sowie feste Bezugspersonen geben die Kindern Sicherheit und eine Orientierung über den Tag. Sie erlernen im Spiel und durch das Beobachten anderer Menschen (Erwachsene und Kinder) die Umgangsregeln des Alltags und gesellschaftliche Normen kennen.
Die Kinder sollen sich als Teil der Gesellschaft erleben. Dazu bieten wir den Kindern:
- die Teilnahem an Festen und Feiern
- wiederkehrende Rituale (täglicher Morgenkreis, ähnlicher Tagesablauf usw.)
- gemeinsames Beten
- biblische Geschichten
- Unterstützung beim Erlernen der Werte und Normen (Respekt, Hilfsbereitschaft, Gemeinschaftsgefühl, Achtung voreinander, Ehrlichkeit, Freundlichkeit usw.)

13.6. Gestaltung des Tagesablaufs
Gerade im Krippenalter ist ein gut strukturierter Tagesablauf, der jedoch immer die Individualität sowie die speziellen Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt, sehr wichtig. Durch die immer wiederkehrenden Abläufe erhalten die Kinder ein gute Orientierungshilfe. Hieraus resultiert eine zunehmende Selbstständigkeit. Ein solcher Tagesablauf vermittelt den Kindern das Gefühl von Geborgenheit, Verlässlichkeit und Sicherheit.
Bis ca. 8:30 Uhr treffen die Kinder nach und nach in der Krippe ein und werden dort liebevoll von dem pädagogischen Personal in Empfang genommen. Diese kurze Übergangsphase bietet den Eltern und den Erzieherinnen die Möglichkeit für ein kurzes Informationsgespräch. Außerdem wird dem Kind das Vertrauensverhältnis zwischen seinen wichtigsten Bezugspersonen vermittelt und es erhält dadurch eine gute Bindung an das Krippenpersonal.
Nach der Begrüßungsphase haben die Kinder die Möglichkeit erste Kontakte zu andern Kindern aufzunehmen, sie dürfen sich ihr Spielzeug und den Spielort frei wählen und entscheiden auch darüber, ob sie lieber allein oder mit anderen spielen möchten.
Vor dem gemeinsamen Frühstück versammelt sich die Gruppe in einem Morgenkreis. Hier werden, unter anderem, gemeinsam ein Morgengebet gesprochen, Lieder und/oder Finger- und Kreisspiele gespielt. Bei diesem Beisammen sein erleben sich die Kinder als Teil der Gruppe und erfahren ein Gemeinschaftsgefühl.
Nach diesem Treffen bereiten sich die Kinder auf das Frühstück vor. Sie gehen ins Bad zum Händewaschen. Bei Bedarf werden die Kinder auch bereits vor dem Frühstück gewickelt.
Die Zeit zwischen Frühstück und Abholphase bzw. Mittagessen, setzt sich zusammen aus dem freien Spiel, Ruhephasen verschiedenen Angeboten (diese werden flexibel auch schon mal vor dem Frühstück durchgeführt) und den Aufenthalt im „Krippengarten“.
Je nach Wetterlage und Gelegenheit unternimmt die Gruppe auch eine kleinen Ausflug oder Spaziergang. Ebenfalls besteht die Möglichkeit den krippeneigenen Intensivraum oder evtl. auch schon mal den Turnraum zu nutzen.
In der Abholsituation ist uns ein persönlicher Kontakt zu den Eltern sehr wichtig. Zum Einen möchten wir ihnen gerne eine kurze Rückmeldung über den Tag geben, zum Anderen stellen wir bei der Verabschiedung sicher, dass das Kind nur von einer abholberechtigten Person abgeholt wird.
Für die Kinder, die in unserem Haus die Ganztagskrippe in Anspruch nehmen, wird in der Mittagszeit ein kindgerechtes Mittagessen geliefert. Diese nehmen die Kinder, ebenso wie das Frühstück, gemeinsam in ihrem Gruppenraum ein. Im Anschluss an das Mittagessen werden die Kinder gewickelt, umgezogen und nach Bedarf zum Mittagsschlaf zu Bett gelegt. In der Einschlafphase gibt das anwesende Personal den Kindern das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

13.7. Das Freispiel
Dem Freispiel wird in unserer Krippe ein besonderer Stellenwert zugeschrieben. Die Kinder können frei entscheiden was, wo, mit wem und wie lange sie mit etwas oder mit jemandem spielen wollen (Partizipation). Diese Autonomie bietet den Kindern die Möglichkeit die Welt zu erkunden und sich auszuprobieren. Etwas zu tun, was Spaß macht, verschiedenste Gegenstände auf ihre Zweckmäßigkeit zu untersuchen, die eigenen Kräfte auszuprobieren, all diese Erfahrungen können die Kinder in dieser Freispielphase erleben. Dieses Spiel ist zweckfrei. Es muss kein Endprodukt entstehen, sondern der Sinn des Spiels liegt in der Handlung selbst. Die Erfahrungen, welche das Kind im Spiel sammelt machen den Sinn des Spieles aus.



14 . Unsere Räumlichkeiten
14.1. Der Gruppenraum
Die Gruppenräume der Krippe befinden sich im rechten Teil unseres Familienzentrums und sind durch eine Zwischentür vom Kindergartenbereich getrennt. Er umfasst die vorgegebene Mindestgröße und ist dem Alter der Kinder entsprechend mobilisiert. Da Kleinkinder vorwiegend die Welt über ihren Körper und mit all ihren Sinnen erfahren, benötigen sie eine darauf abgestimmte Umgebung. Der Gruppenzimmer bietet dem Kind diesen Raum. Er soll dem Kind das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit geben. Er ist so gestaltet, dass das Kind auf Entdeckungsreise gehen kann aber gleichzeitig nicht reizüberflutend auf ihm wirkt. Unser Raumkonzept wird durch variable Einrichtungsgegenstände ergänzt, die vielfältig eingesetzt werden. Außerdem befindet sich ein Bereich im Gruppenraum, wo die Kinder ihre persönlichen Gegenstände wie zum Beispiel Schnuller, Kuscheltuch, Ich-Buch usw. eigenständig unterbringen können. Im Eingangsbereich der Krippe befinden sich die Garderoben der Kinder. Hier hat jedes Kind seinen eigen, großzügigen Platz für z.B. Jacke, Fahrradhelm usw.
14.2. Ruhen-Schlafen-Entspannen
Direkt an dem Gruppenraum angeschlossen, befindet sich der Schlaf- und Ruheraum der Krippe. Er ist mit verschiedenen Schlafmöglichkeiten ausgestattet um den individuellen Schlafgewohnheiten der Kinder gerecht zu werden. Damit den Kindern auch hier das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zukommt, kann sich jedes Kind zu Beginn der Krippenzeit sein eigenes Bett aussuchen. Die Eltern bringen die eigene Bettwäsche mit, damit die Kinder gerade in der Ruhe- Schlafphase, einen ihnen bekanntes und vertrautes Sinnerlebnis erfahren. Dieses Gefühl kann mit anderen persönlichen Dingen wie Schnuller, Kuscheltier usw. ergänzt werden. So haben die Kinder die Möglichkeit sich gut zu erholen, Erlebnisse im Traum zu verarbeiten und neue Kraft zutanken.
14.3. Das Bad
Ebenfalls grenzt an den beiden Gruppenräumen das gemeinsame Bad der Krippe. Dieses ist, mit seiner separaten Tür zum „Krippengarten“ ein idealer Nassraum. Mit kindgerechten Waschbecken, einer Waschrinne und kleinen Toiletten erfüllt es die Ansprüche unserer Krippenkinder bestens, somit wird das Bad auch zum Erlebnisraum für das Kleinkind. Die beiden vorhandenen Wickelkommoden bieten den Kindern eine Treppe zum eigenständigen Aufstieg auf die Wickelfläche. Des Weiteren beinhaltet die Wickelkommode eine Schublade für jedes Kind in denen von zu Hause mitgebrachte Windeln, Pflegemittel und Wechselwäsche aufbewahrt werden. Zudem ist in der Kommode noch eine Badewanne integriert. Durch ein großzügiges Fenster zum Gruppenraum ist, wenn gewollt, ein ständiger Sichtkontakt gegeben.

14.4. Der Intensivraum
In unmittelbarer Nähe zu den beiden Gruppenräumen, befindet sich ein Intensivraum. Dieser kann von beiden Krippengruppen für verschiedene Kleingruppearbeit oder Bewegungsangebote genutzt werden. In Absprach mit den Kindergartengruppen, besteht auch die Möglichkeit, den großen Bewegungsraum des Familienzentrums zu nutzen.

15. Übergang vom Krippenkind zum Kindergartenkind
Nach einer hoffentlich positiven Zeit in der Krippe steht dann der Übergang in den Kindergarten an. Da dieser für das Kind ebenfalls, wie zu Beginn der Krippenzeit, eine neue Situation mit ihm noch unbekannten Personen darstellt, möchten wir das Kind auch hier „sanft“ in den Kindergarten eingewöhnen. Hierzu finden folgende Maßnahmen statt.







































Unterstützung bekommen
Deine Nähe gibt mir Sicherheit.
Deine Geduld bedeutet mir Ruhe und Kraft.
Deine Hand zeigt mir Wege auf.
Zu wissen, dass du hier bist, gibt mir Mut und neue Ideen.
Deine Worte sind Ansporn und schenken mit Zuversicht.
Dein Blick lässt mich nicht aufgebeben, lässt es mich erneut versuchen.
Unser gemeinsames Tun fühlt sich einfach gut an.
Meine Fragen finden bei dir Antworten.
Dein Vertrauen in mich lässt mich noch anderer Lösungen entdecken.
Dein Lob lässt mich über mich hinauswachsen.
Dein Lächeln verleiht mir Flügel.
Die Zeit, die du mit widmest, ist etwas ganz Besonderes.
Ich habe es geschafft.
Jetzt kann ich es alleine.
Und du bist einfach nur da.

 

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